Das Endspiel ist die letzte Spielphase im Schach. Die meisten Figuren sind nun nicht mehr auf dem Brett und Bauern sowie Könige übernehmen nun zentrale Rollen. Wer mit einem Materialvorteil ins Endspiel geht, hat im Regelfall einen Vorteil und spielt auf einen Sieg. Der Verteidiger hofft auf ein Remis. Hier findest Du 8 hilfreiche Tipps für Dein Endspiel!

Matt setzen können

Den Gegner matt setzen zu können ist logischerweise die wichtigste Fähigkeit im Endspiel. Deshalb sollte man alle möglichen Matt-Situationen kennen: König + Dame; König + Turm; König + 2 Läufer; König + Pferd & Läufer. Wer das Mattsetzen drauf hat, kann entspannt ins Endspiel gehen.

Bauern vorziehen

Im Englischen gibt es den Ausdruck „passed pawns must be pushed“, was so viel bedeutet wie: „Freibauern müssen vorgerückt werden“. Denn mit jeden Schritt, dem der Bauer dem Umwandlungsfeld näher kommt, steigt der Druck auf den Gegner. Früher oder später muss er den Bauern verteidigen und so öffnen sich neue Schwächen in seiner Position.

Gegnerischen König abschirmen

Die Könige sind im Endspiel oft die wichtigsten Figuren – besonders wenn es ein reines Bauernendspiel ist. Deshalb gilt es, den gegnerischen König möglichst gut abzuschirmen, also sowohl von seinen, als auch deinen Figuren fernzuhalten.

König aktivieren

Analog zu dem vorherigen Tipp ist es enorm wichtig, seinen eigenen König zu aktivieren. Entweder um eigene Figuren zu verteidigen, oder eben den gegnerischen König abzuschirmen. Der eigene König sollte so früh wie möglich zentriert werden, um alle Felder schnell erreichen zu können.

Langsam und kalkuliert spielen

Im Schach wird das Endspiel oft durch Zeitmangel und hastige Züge geprägt. Wer im Zeitüberschuss ist, sollte sich diese Zeit auch nehmen und Positionen durchkalkulieren. Es gilt, sich nicht durch schnelle Züge des Gegners aus der Ruhe bringen zu lassen. Im Endspiel ist die Position meist einfach und demnach gut kalkulierbar – nimm Dir die Zeit dafür!

Schwache Bauern angreifen

Um andere Figuren in die Defensive zu zwingen, kann es hilfreich seien, auch ungefährliche Bauern anzugreifen. Um einen Materialnachteil zu verhindern, muss der Gegner defensiv reagieren. Eine gute Möglichkeit seine eigene Offensive voranzutreiben!

Zwei Offensiven erarbeiten

Wenn die Stellung nur schleppend vorangeht, kann es von enormem Vorteil sein, sich eine zweite Offensive zu erarbeiten. Wenn zwei Bauern auf unterschiedlichen Seiten des Bretts in Richtung Umwandlung stürmen, muss der Gegner sich meist für eine Seite zum Verteidigen entscheiden.

Üben, üben, üben!

Endspiele folgen meist simplen Strukturen, die oft wiederkehrend sind. Es lohnt sich deshalb, aktiv Endspiele im Schach zu üben und so sicherer zu werden. Gut zum Start eignen sich dafür klassische Endspielsituationen wie zum Beispiel: König, Turm und Bauer gegen König und Turm.