Schachfiguren kaufen: Im Schachmatt-Shop

König, Dame, Turm, Springer, Läufer und Bauer – sie sind die Kämpfer auf dem Brett. Jeder Spieler beginnt die Partie mit insgesamt 16 Schachfiguren: einem König, einer Dame, zwei Türmen, zwei Springern, zwei Läufern und acht Bauern. Diese Zusammenstellung ist ein Sinnbild der höfischen Gesellschaft und dem Heer eines Königreiches. In unserem Shop findest Du eine breite Auswahl an Schachfiguren in verschiedenen Größen und Materialien.

Unsere Schachfiguren-Auswahl

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Unser Ratgeber: Welche Schachfiguren kaufen?

Wer Schach spielen möchte, der brauch neben einem Brett natürlich auch passende Schachfiguren. Doch beim Kauf kommt selbst so mancher Kenner an seine Grenzen:

  • Welche Figuren passen zu welchem Brett?
  • Wie groß müssen die Schachfiguren sein?
  • Was sind eigentlich Staunton-Figuren? 
  • Welches Material sollen die Figuren haben?

Mit diesem Kaufratgeber für Schachfiguren bringen wir Licht ins Dunkle und zeigen Dir, welche Schachfiguren Du kaufen solltest.

Der heutige Standard: Staunton-Figuren

Unter Staunton-Figuren versteht man Schachfiguren, die einer gewissen Form entsprechen. Sie sind benannt nach dem britischen Schachmeister Howard Staunton, der sie bekannt machte.

Beispiel: Staunton Schachfiguren
Ein Satz Staunton-Figuren als Silhouette

Staunton-Figuren sind heute der absolute Standard unter den Schachfiguren. Sie werden bei Turnieren, im Verein oder ganz regulär für das Schachspielen zu Hause verwendet. Der Weltschachverband FIDE empfiehlt für Turniere nur die Nutzung der Staunton-Figuren.

Entwickelt wurde die Staunton-Form von dem Engländer Nathaniel Cook, welcher ein Bekannter des britischen Schachmeisters Howard Staunton war. Cook ließ sich das Design der Figuren am 1. März 1849 sichern.

Durch ihre elegante und klassizistische Form wurden die Staunton-Figuren schnell zu einem Verkaufsschlager und lösten schon bald andere Figurenformen wie die in Deutschland verbreiteten Bundesform-Figuren ab.

Wir empfehlen für alle Schachspieler den Kauf von Staunton-Figuren. 

Material: Woraus sollten Schachfiguren bestehen?

Grundsätzlich sollte sich das Material der Schachfiguren natürlich am Material des Schachbretts orientieren. Auf Holzbrettern wird meist auch mit Schachfiguren aus Holz gespielt. Dennoch gibt es einige Vor- und Nachteile zwischen den verschiedenen Materialien, die wir kurz beleuchten wollen.

Die FIDE setzt für Turniere voraus, dass Schachfiguren entweder aus Holz, Kunststoff oder einem Imitat dieser beiden Materialien besteht.

Schachfiguren aus Holz

Am weitesten verbreitet sind klassische Schachfiguren aus Holz. Diese sind edel, angenehm zu führen und passen optisch zu fast allen Brettern. 

Einfache Figurensätze gibt es schon für einen erschwinglichen Preis. Hochwertigere Modell können aber schnell teuer werden. Solange die Verarbeitung hochwertig ist und die Größe zum Schachbrett passt, macht man mit Schachfiguren aus Holz selten etwas falsch. 

Schachfiguren aus Kunststoff

Figuren aus Plastik kommen oft zum Einsatz, wenn das Budget begrenzt ist. In Verbindung mit einem Schachplan können Kunststofffiguren besonders für Vereine eine kostengünstige Alternative sein.

Wir empfehlen bei Schachfiguren aus Kunststoff gewichtete Varianten zu kaufen, da sich diese meist edler anfühlen und besser führen lassen.

 

Schachfiguren aus Glas

Exotisch, aber edel: Schachfiguren aus Glas. Meist kann man diese gar nicht einzeln kaufen, sondern nur als Schachspiel-Set. 

Insgesamt raten wir eher davon ab, Schachfiguren aus Glas zu kaufen. Sie sehen zwar schön aus, wirklich praktikabel sind Glas-Schachfiguren aber nicht. Schachspiele aus Glas sind eher etwas für die Vitrine, als zum Spielen.

Schachfiguren aus Stein

Ähnlich wie bei Glasfiguren fällt unser Urteil auch bei Schachfiguren aus Stein. Sie sind hochwertig und verleihen einem Schachbrett das gewisse Extra. Doch wirklich empfehlen können wir Steinfiguren nur für Käufer, die ein Schachspiel zu Dekozwecken kaufen.

Für ernsthaftes Schachspielen empfehlen wir den Griff zu Holz- oder Kunststofffiguren.

Größe: Welche Maße sollten die Schachfiguren haben?

Bist Du bereit für einen kleinen Ausflug in die Welt der Zahlen? Wenn es darum geht, die richtige Größe der Schachfiguren zu ermitteln, gilt es das richtige Verhältnis aus Figuren und Brett zu finden. Klären wir dazu erstmal einige wichtige Dimensionen ab.

Königshöhe

Wie der Name eigentlich schon recht gut beschreibt, versteht man unter der Königshöhe die Höhe von Sockel bis zum obersten Punkt der Figur (meist das Königskreuz). 

Königsdurchmesser

Unter dem Königsdurchmesser versteht man die Breite (bzw. den Durchmesser) des Königssockels. Der Königsdurchmesser sollte 40 bis 50 % der Königshöhe betragen.

Feldgröße

Die Feldgröße bezieht sich auf das Schachbrett selber, bzw. genauer die Breite der einzelnen Felder, von denen es insgesamt 64 gibt. Dieser Wert ist nicht zu verwechseln mit der Brettgröße.

Für Turniere empfiehlt die FIDE eine Königshöhe von 95 mm. Für alle anderen Figuren gelten folgende Empfehlungen für die Höhe: Dame – 85 mm, Läufer – 70 mm, Springer – 60 mm, Turm – 55 mm und Bauer – 50 mm. Hierbei handelt es sich jedoch nur um Empfehlungen, von denen um bis zu 10 % abgewichen werden darf. Zudem ist zu beachten, dass auf Turnieren mit Brettern gespielt wird, deren Feldgröße zwischen 50 und 60 mm beträgt. Für kleinere Bretter müssen natürlich auch die Schachfiguren andere Maße aufweisen. Schauen wir uns deshalb mal die Zusammenhänge zwischen Brett und Figuren genauer an.

Die 75 – 80 %-Regel

Eine sehr einfache Möglichkeit, die richtige Größe der Schachfiguren zu ermitteln, ist die 75 – 80 %-Regel. Diese besagt, dass der Königsdurchmesser ungefähr 75 bis 80 % der Feldgröße betragen sollte.

Ein kleines Rechenbeispiel:
Unser König ist 95 mm hoch und hat einen Durchmesser von 42 mm (ca. 45 % der Höhe). 42 mm sind 75 % von 56 mm bzw. 80 % von 52,5 mm. Damit liegt die optimale Feldgröße bei zwischen 52,5 und 56 mm. 

Der 2- bzw. 4-Bauern-Test

Wer mit Mathematik nicht viel am Hut hat, kann sich auch nach der nach einem einfachen Test richten, um die richtige Schachfigurengröße zu ermitteln.

2-Bauern-Test
Für Spieler, die gerne auf etwas “volleren” Schachspielen spielen (also tendenziell größere Figuren im Vergleich zum Brett), empfiehlt sich der 2-Bauern-Test. Dabei stellst Du zwei Bauern diagonal auf ein Feld. Diese sollten dort hereinpassen, ohne dass die Sockel überstehen.

4-Bauern-Test
Wer gerne mit etwas kleineren Figuren spielt, sollte sich nach dem 4-Bauern-Test richten. Dabei werden einfach 4 Bauern in ein Feld des Brettes gestellt. Passen die Bauern ohne Überstand in das Feld, hast Du eine gute Größe für Deine Schachfiguren gefunden. Stehen die 4 Bauern leicht über, solltest Du mit dem 2-Bauern-Test überprüfen, dass die Figuren nicht doch zu groß sind.

Generelle Empfehlungen zur Figurengröße

Mit der 75 – 80 %-Regel oder den Bauern-Tests kann man problemlos die perfekten Maße der Schachfiguren bei gegebener Feldgröße ermitteln. In der Praxis reicht es aber, wenn man sich an einige Empfehlungen hält. Deshalb findest Du hier eine grobe Zusammenfassung darüber, welche Schachfiguren zu welcher Feldgröße passen:

  • Feldgröße 40 – 45 mm → Königshöhe ~85 mm
  • Feldgröße 45 – 55 mm → Königshöhe ~90 mm
  • Feldgröße 55 – 58 mm → Königshöhe ~98 mm
  • Feldgröße > 60 mm → Königshöhe > 98 mm

Bitte beachte aber, dass es sich hierbei nur um grobe Richtwerte handelt. Wenn Du weitere Fragen zur Größe der Schachfiguren hast, schreibe uns gerne eine E-Mail: shop@schachmatt.net. Wir antworten Dir spätestens nach 24 Stunden.

Welche Schachfiguren gibt es?

Jeder Spieler spielt im Schach mit 16 Figuren, insgesamt gibt es also 32 Schachfiguren. Hier findest Du eine kurze Auflistung der Figuren, sowie deren  Funktion, Bewegung und Startpositionen.

König

Der König ist die wichtigste Figur im Schach. Ziel des Spiels ist es, den gegnerischen König matt zu setzen. Das ist dann erreicht, wenn der König im Schach steht und keine Möglichkeit mehr hat, dem Schachgebot zu entfliehen.

Er zieht immer jeweils ein Feld in eine beliebige Richtung – er kann also jedes Feld auf dem Schachbrett erreichen. Jeder Spieler hat nur einen König für die Partie. Der weiße König startet auf dem Feld e1, der schwarze König gegenüber auf dem Feld e8.

Dame

Die stärkste Figur im Schach ist die Dame. Sie beginnt die Partie auf dem Feld d1 (für Weiß) bzw. d8 (für Schwarz). Sie darf diagonal, sowie horizontal oder vertikal über die Felder laufen und ist damit die beweglichste Schachfigur auf dem Brett. Der Tauschwert der Dame beträgt in der Regel etwa 9 Bauerneinheiten.

Da die Dame so wertvoll ist, sollte sie mit bedacht eingesetzt werden. Denn wird sie angegriffen, muss sie meist wegziehen und kann nicht durch andere Figuren verteidigt werden.

Turm

Der Turm ist neben der Dame die einzige sogenannte Schwerfigur im Schach. Jeder Spieler hat zwei Türme zu Partiebeginn, die jeweils in den Ecken des Schachbretts stehen (a1 und h1, a8 und h8). Der Turm kann sich nur horizontal und vertikal über die Felder des Bretts bewegen. Der Tauschwert des Turms beträgt 5 Bauern.

Gemeinsam mit dem König an er einen Sonderzug ausführen: die Rochade. Dieser Doppelzug wird in der Regel genutzt, um den eigenen König in Sicherheit zu bringen.

Springer

Der Springer ist eine Leichtfigur im Schach. Jeder Spieler beginnt mit jeweils zwei Springern, welche sich direkt neben dem Turm auf der Grundreihe platzieren: b1 und g1 für Weiß, b8 und g8 für Schwarz. Ein Springer ist in der Regel drei Bauerneinheiten wert.

Der Springer bewegt sich in einer “L-Form”. Immer zwei Felder horizontal bzw. vertikal, und dann ein Feld orthogonal zu dieser Bewegung. Damit ist der Springer auch die einzige Figur, die andere Figuren im Schach überspringen kann bzw. darf.

Läufer

Der Läufer ist die andere Leichtfigur im Schach neben dem Springer. Die zwei Läufer eines jeden Spielers starten auf c1 und f1 für Weiß, sowie c8 und f8 für Schwarz. Der Läufer ist ungefähr drei Bauern wert.

Läufer können sich nur diagonal über die Felder bewegen. Das bedeutet, dass jeder Spieler einen “hellen” und einen “dunklen” Läufer hat, da diese nie die Feldfarben wechseln können.  

Bauer

Die Schachaufstellung wird komplettiert durch die Bauern. Jeder Spieler beginnt die Partie mit acht Bauern, welche sich in einer Reihe vor die anderen Figuren auf dem Brett platzieren (2. bzw. 7. Reihe). 

Sie dürfen sich immer nur ein Feld nach vorne bewegen. Nur für den ersten Zug dürfen sie sich aussuchen, ob sie nur ein, oder gleich zwei Felder voranschreiten. Eine weitere Ausnahme: Bauern schlagen immer diagonal ein Feld nach vorne.

Schachfiguren – Fragen und Antworten

Was sind Staunton-Schachfiguren?

Staunton-Figuren sind Schachfiguren, die nach einem gewissen Standard design und produziert werden. Auf Turnieren sind sie heute sogar vorgeschrieben.

Welche Schachfiguren gibt es?

Insgesamt gibt es 6 verschiedene Schachfiguren: 1x König, 1x Dame, 2x Turm, 2x Springer, 2x Läufer und 8x Bauer. Jeder Spieler hat also 16 Figuren.

Wie groß sollten Schachfiguren sein?

Grundsätzlich sollte der Königsdurchmesser (welcher 40 – 50 % der Königshöhe entspricht) etwa 75 – 80 % der Feldgröße entsprechen. Alle anderen Figuren richten sich nach der Größe des Königs.

Wie viel kosten Schachfiguren?

Je nach Material, Größe und Qualität variiert natürlich auch der Preis der Schachfiguren. Für Kunststofffiguren gibt man in der Regel am wenigsten aus. Einfache Holzschachfiguren in guter Qualität bekommt man für ungefähr 50 €, wobei es nach oben natürlich keine Grenzen gibt.